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Musikalisches Konzept

Musikalisches Konzept

Elementares Musizieren -
der ganzheitliche Zugang zum Musikerleben

Der Ansatz der elementaren Musikpädagogik (EMP), die einen ganzheitlichen Zugang zum Musikerleben anstrebt, zieht sich als Leitgedanke durch meine Musikstunden. Dabei sollen hier Schwerpunkte auf das Erleben des gemeinsamen Singens, der Bewegung und des Instrumentalspiels gelegt werden. Dieser Zugang zum Musikerleben ist altersunabhängig, d. h. er findet Anwendung in allen Kursen.

Kreativität wecken

„In der Elementaren Musikpädagogik verbinden sich musikalische und persönlichkeitsbildende Zielsetzungen. Die Inhalte orientieren sich an musikalischen Grundphänomenen, mit denen experimentell, improvisatorisch, gestaltend und reproduzierend auf verschiedenen Ausdrucksebenen wie Stimme, Sprache, Körperbewegung sowie Klangerzeugung mit Instrumenten und Materialen/Objekten umgegangen wird. Die Herangehensweise ist erlebnisorientiert und strebt eine Balance zwischen ausführenden (technischen, reproduzierenden) und schöpferischen (kreativen, produktiven) Tätigkeiten an.“ [Arbeitskreis Elementare Musikpädagogik (EMP), 2011, → a-emp.de]

Es ist also nicht Ziel der Musikstunden, ein ausschließliches Nach- bzw. Abspielen von Musik anzustreben, sondern vielmehr den Menschen in seiner Kreativität zu wecken. 

In diesem Sinne steht für mich das individuelle musikalische Erleben und Experimentieren jedes einzelnen Teilnehmers sowie das gemeinschaftliche musikalische Wirken im Vordergrund. Dabei ist das große Geheimnis der Musik, dass sie beides ermöglicht: Kontakt und Begegnung mit sich selbst und mit anderen.

Ganzheitliches Berührtwerden

Elementar ist nach Johanna Metz kein Synonym für „einfach, primitiv, anstrengungslos (re)produzierbar“, sondern „möchte die inneren und äußeren Prozesse beschreiben, die durch Musik in ihren vielfältigen Verknüpfungen in Gang gesetzt werden. Elementar bedeutet das zentrale Getroffensein, das ganzheitliche Berührtwerden im Umgang mit Musik.“ [Johanna Metz. Wiesbaden: Breitkopf & Härtel, „Wort Klang Bewegung“ 2011, S.29]

Im Zentrum der Musikstunden befindet sich der kreative Umgang von Wort, Ton, Klang und Bewegung sowie die Verbindung dieser Bereiche untereinander. Dies geschieht über Sprache (z.B. durch Gedichte, Texte, Rhythmicals), das Singen, die freie und die gebundene Form der Bewegung, das Arbeiten mit Material (z.B. Stöcke, Tücher), das freie Instrumentalspiel (z.B. die Improvisation), die Exploration, die uns Dinge selbständig entdecken lässt ebenso wie Mitspielstücke z. B. zur Musik von der CD sowie das instrumentale Begleiten von Liedern.

Kurse für Kinder | Ute Hansen

Saitenspiel in der Musikpädagogik

Warum ein Saitenspiel und keine Blockflöte oder ein Glockenspiel?

Der Klang eines Saitenspiels ist zart und besonders fein für das Gehör. Der Klang einer ganzen Gruppe ist ein wunderbares Hörerlebnis für jedes Kind.  Im Unterschied zum Melodieinstrument „Flöte“ können wir auf dem Saiteninstrument Klangräume (Intervalle) erfahren, indem wir zwei oder mehrere Töne anschlagen. Hier kann man wunderbar das Hören schulen und damit Grundlagen der späteren Harmonielehre für das Kind begreifbar und hörbar machen. Jedes Intervall hat seinen eigenen Ausdruck und diesen erleben die Kinder am Instrument. Im Unterschied zu Blockflöte und Glockenspiel werden auf dem Saitenspiel keine Fingersätze festgelegt, was den Kindern eine große Freiheit gibt. Trotzdem wird die Feinmotorik der Finger in phantasievoller und abwechslungsreicher Weise angeregt und geschult.  Ein weiterer Vorteil ist, dass ich mit dem Saitenspiel beweglich bin. Ich kann spielend am Tisch musizieren, aber mich auch singend und spielend fortbewegen. Ein Saitenspiel ist leicht und handlich für Kinder.

Kann mein Kind nicht gleich ein „richtiges“ Instrument lernen?

Oft werden Kinder viel zu früh auf ein Orchesterinstrument festgelegt und müssen dann nach einem halben Jahr feststellen, dass es doch nicht das richtige war. Das bedeutet für das Kind eine Enttäuschung, für die Eltern auch einen finanziellen Verlust und für beide Seiten ein erneutes Suchen nach dem geeigneten Instrument. Viel sinnvoller ist es, Ohren und Hände mit einem Instrument wie dem Saitenspiel zu öffnen, eine Klangvorstellung und ein Gefühl für Musik zu entwickeln und daraus einen sicheren Wunsch nach dem für das Kind „richtigen“ Orchesterinstrument umzusetzen. Jedes nachfolgende Instrument wird von der hier angelegten musikalischen Basis profitieren. Die Kinder sind bestens vorbereitet was z.B. die Motorik, Geläufigkeit und Unabhängigkeit der Fingerbewegung betrifft. Vom Geigen- bis zum Klavierlehrer werden alle eine bereits angelegte Feinmotorik zu schätzen wissen.

Warum das Saitenspiel ein Begleiter in meinen Musikkursen für Kinder ist

Neben den allgemeinen Zielen der Musikalischen Früherziehung hat das Spielen auf dem Saitenspiel eine zentrale Rolle in meinen Musikkursen. Schon früh lernen die Kinder sich und ihren Gesang zu begleiten und bilden so mit ihrem Instrument eine Einheit. Je nach Geschicklichkeit und Fertigkeit bedeutet dies für die Kinder eine Bandbreite vom einfachen Anschlagen des Grundtones über eine mehrstimmige Begleitung mit Melodieführung. Darüber hinaus können  auf dem Saitenspiel Gehörbildung und Notenlehre anschaulich erfahren und vermittelt werden. Akkorde werden nicht nur theoretisch erklärt, sondern zu Gehör gebracht. Durch das gemeinschaftliche Musizieren werden Grundlagen für jedes Ensemblespiel gelegt sowie eine solide Basis für jeden weiterführenden Musik- und Instrumentalunterricht geschaffen.

Unter dem folgenden Link finden Sie eine → Hörprobe.

Kurse für Kinder im Grundschulalter - Ute Hansen
Saitenspiel
Tischharfe spielen - für alle Generationen

Tischharfe in der Musikgeragogik

Es gibt bei vielen älteren Menschen den Wunsch, ein „richtiges“ Instrument zu spielen. Aus den unterschiedlichsten Gründen konnte dieser lang gehegte Wunsch im Laufe des Lebens nicht erfüllt werden und mit fortschreitendem Alter wird die Hemmschwelle immer größer, sich dieser Aufgabe zu stellen.

Die schwächer werdende Feinmotorik und auch die Sorge, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein, sich Notenkenntnisse anzueignen, lassen damit oft den Traum vom eigenen Instrument endgültig platzen. Es fehlt der Mut, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Die Tischharfe kann bei den Senioren genau diese Zweifel ausschalten. Noten müssen nicht erlernt werden, um das Instrument spielen zu können. und auch Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik gelingt das Anzupfen der Saiten.

Es gibt sogar Instrumente, die einen verbreiterten Saitenabstand haben, um noch mehr Bewegungsfreiheit für die Finger zu schaffen. Das Saitenspiel kann in der Musikgeragogik mit unterschiedlichen Schwerpunkten eingesetzt werden. In jedem Fall aber bietet es die Möglichkeit, Freude Spaß und Gemeinschaftsgefühl zu erfahren und trägt damit zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

Das Spiel der Tischharfen kann als Soloinstrument, in kleinen Gruppen sowie größeren Ensembles erklingen. Die Spielliteratur liegt in unterschiedichen Schwierigkeitsgraden vor.

Die Gruppen können altershomogen sowie intergenerativ sein.
Musik verbindet Generationen  Tischharfe für alle

Es klingt zauberhaft als Duo ebenso wie in der Gruppe, die sich z.B. regelmäßig zur tagesstrukturierenden Beschäftigung im Seniorenheim trifft.